Zeitschrift EE

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2004-04: Windenergie zwischen Euphorie und Widerstand

AEE Projektinformationen

Im Rahmen der Klimaschutzinitiative "klima:aktiv" wurde im September 2004 das Programm "solarwärme" als erstes Technologieprogramm durch Bundesminister DI Josef Pröll offiziell gestartet. Das für vier Jahre anberaumte Programm wird gemeinschaftlich vom Bundesministerium für Land und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft sowie österreichischer Solarindustrie finanziert. Die federführende Umsetzung erfolgt durch die AEE INTEC in Gleisdorf in Kooperation mit arsenal research und dem Verband Austria Solar in Wien.

klima:aktiv-Programm solarwärme

solarwärme-Zielgruppen

Um das zeitlich befristete Programm solarwärme möglichst effizient zu gestalten, werden die Bereiche mit dem kurzfristig größten Umsetzungspotenzial ("Wohngebäude" und "Tourismusbetriebe") bearbeitet.

Vor allem der Wohnbau (Neubau und Sanierung im Ein- und Mehrfamilienhausbereich) bietet gute Voraussetzungen zur Schaffung eines Mengenmarktes. Das Erreichen eines Mengenmarktes ist nötig, um die Systemkosten zu reduzieren und die Abhängigkeit der Marktsituation von Förderinstrumenten zu entkoppeln.
Das Programm solarwärme richtet sich neben den Endkunden vor allem an Multiplikatoren und Akteure (Meinungsbildner), die den Entscheidungsfindungsprozess des Endkunden mitbeeinflussen. Durch die Einbindung von bestehenden Strukturen (Energieberatungsstellen, Energieagenturen, ökologische Betriebsberater, etc.) sowie Berufsgruppen und Verbänden (Installateure, Dachdecker, Architekten, Haustechnikplaner, Fertighausanbieter, Fachverbände und Innungen, Tourismusverbände, Wohnbauträger und Hausverwaltungen, etc.), kann die Effizienz des Programms bei begrenzten Budgetmitteln gesteigert werden.

Maßnahmen des Programms
Die drei Ebenen Information und Motivation, Sicherstellung von höchster Produkt- und Systemqualität sowie die positive Gestaltung wichtiger Rahmenbedingungen (Förderungen, Gesetzgebung, etc.) haben hohe Priorität. Die wesentlichen Maßnahmen des Programms sind:

  • Intensives Lobbying bei Entscheidungsträgern und Akteuren
  • Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit
  • Informationsveranstaltungen für Endkunden und Fachpublikum
  • Info-Hotline für alle Zielgruppen (03112/588612, Montag bis Freitag von 8:30 bis 12:00)
  • Intensive Kooperation mit dem Handwerk
  • Spezielle Ausbildungskurse für Installateure, Planer und Berater
  • Moderierte Planungsaudits bei größeren Anlagen
  • Stimulierung der Forschungsaktivitäten der österreichischen Solarindustrie
  • Vernetzung der wesentlichen Institutionen und Akteure

solarwärme-Zielsetzungen
Mit dem Programm solarwärme soll ein spürbares Marktwachstum bei thermischen Solaranlagen in Österreich erzielt werden und die Basis für die Stärkung der führenden Position österreichischer Unternehmen am europäischen Solarmarkt geschaffen werden. Die wesentlichen Zielsetzungen des Programms sind:

  • Trendumkehr bei der jährlich rückläufigen installierten Kollektorfläche und Steigerung um über 20% im Jahr 2008 im Vergleich zum Bezugsjahr 2003
  • Emissionsreduktion des Treibhausgases CO2 um ca. 350.000 Tonnen
  • Mindestens 2.000 neue errichtete Solarsysteme in den Zielbereichen Geschoßwohnbau und Tourismus
  • 250 ausgebildete und zertifizierte Solarinstallateure (10% der Betriebe)
  • 100 ausgebildete Solarplaner
  • 150 moderierte Planungsaudits
  • Ca. 25 zielgruppenorientierte Motivationsveranstaltungen mit etwa 1500 Teilnehmern (Fachpublikum)
  • Netzwerk aller wesentlichen Institutionen und Unternehmen im Bereich Solarwärmenutzung

Das Programmteam solarwärme wird Sie regelmäßig über die umfangreichen Aktivitäten informieren und freut sich über zahlreiche Kooperationen.

Erste Programmtipps:
Ausbildungskurse zum zertifizierten Solarinstallateur bzw. Solarplaner finden am Wifi in Graz (Jänner, Kurs Nr. 56115.014A, Tel. 0316/602-1234) bzw. am Wifi in Wels (Februar, Kurs Nr. 7346, Tel. 07242/620-5900) statt. Jetzt anmelden!
Informationen hierzu auch unter der Programm Info-Hotline 03112/588612

Ing. Christian Fink ist Mitarbeiter der AEEINTEC und Leiter des Programms solarwärme, This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

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