Zeitschrift EE

Zurück zu den Beiträgen

2002-04: Ökostrom

Information und Service

10 Jahre Gleisdorf Solar

Von Rosa Magdalena Stranzl*

Die AEE/intec (Arbeitsgemeinschaft ERNEUERBARE ENERGIE, Institut für Nachhaltige Technologien) veranstaltete vom 16. bis 19. Oktober 2002 zum sechsten Mal ein internationales Symposium zur Solarenergienutzung. Das Symposium "Gleisdorf SOLAR" ist seit der Erstveranstaltung im Jahr 1992 nicht nur in Österreich, sondern auch im europäischen Raum zu einem Fixpunkt im Veranstaltungskalender zum Thema Solarenergienutzung geworden und spiegelt Österreichs Vorreiterrolle bei der Nutzung von Solartechnologien wider.
Insgesamt 360 Teilnehmer aus 14 Nationen bei den Fachvorträgen und rund 2000 Besucher am Publikumstag haben gezeigt, dass Sonnenenergienutzung auf äußerst breites Interesse stößt.

Exkursion

Am Mittwoch, dem 16. Oktober 2002 wurden im Rahmen einer Exkursion unter fachkundiger Leitung die Windgeneratorproduktion - EBG VA TECH in Weiz sowie das Passivbürohaus Energie Innovationszentrum (W.E.I.Z.) besichtigt. Die Führung durch die Produktionshalle von Pellets- und Hackschnitzelkessel der Firma KWB in St.Margareten, die Fahrt entlang der 200 kW Photovoltaik-Lärmschutzwand an der A2 sowie die Besichtigung der thermischen Solaranlage am Stadion in Gleisdorf mit anschließenden Erklärungen in der Strasse der Solarenergie rundeten das Programm ab. Endpunkt der Exkursion war beim Erdreichwärmetauscher des forum Kloster, mit dem der neue Stadtsaal gekühlt wird.

Eröffnung

Zur feierlichen Eröffnung des Symposiums wurden die Referenten und Teilnehmer nach der Begrüßung und einem kurzen Rückblick über die Tradition des Symposiums durch Werner Weiß (AEE/intec), Christoph Stark (Bürgermeister von Gleisdorf) und Wolfgang Jilek (Landesenergiebeauftragten Steiermark) von der Stadt Gleisdorf zu einem Buffet eingeladen.

Fachvorträge

Nach dem Eröffnungsvortrag von Pietro Menna (B) von der Europäischen Kommission, DG TREN über "Implementing Renewable Energy in the 21st Century" referierten die 26 Wissenschaftler und Planer aus Österreich, Deutschland, Finnland, Norwegen, Dänemark und der Schweiz am 17. und 18. Oktober über neue Märkte und Markteinführungsprogramme, Komponentenentwicklungen, solare Kombianlagen für Warmwasserbereitung und Raumheizung, solare Nahwärme und thermische Solaranlagen für Mehrfamilienhäuser, solares und passives Kühlen, solares Bauen und Systemintegration sowie über Photovoltaik in der Architektur.

Fachausstellung

Begleitend zum Symposium zeigten 45 Aussteller aus Deutschland und Österreich Sonnenkollektoranlagen und Komponenten für Warmwasserbereitung und Raumheizung, eine solarbetriebene Sorptionskälteanlage, Photovoltaikmodule und PV betriebene Teichpumpen sowie Speicher und Regelungen. Präsentiert wurden auch Pellets- u. Hackschnitzelheizungen, ein Kachelofen aus Stampflehm und ein Rapsölmotor.
Ein neuer Bereich der Fachausstellung im Rahmen des Symposiums war die Niedrigenergiehäuserproduktion, Häuser aus Tannenholz, Fenster für Passivhäuser, Fertigputze u. Baustoffe aus Lehm und Regenwassernutzungsanlagen.
Abgerundet wurde die Fachausstellung durch Solar- und Elektromobile und Solarspielzeug.

Publikumstag

Am Samstag, dem 19. Oktober wurde die Fachausstellung, die vom 16 bis 18. Oktober nur für die Symposiumsteilnehmer zugänglich war, für alle Interessierten von 8.00 bis 16.00 Uhr frei zugänglich. Mit diesem Publikumstag sollte eine Öffnung des Symposiums über den Bereich des Fachpublikums hinaus erfolgen und die interessierte Bevölkerung eingeladen werden.
Rund 2000 Besucher informierten sich bei den Ausstellern über die Möglichkeiten der Nutzung von Solarenergie.

Das Ambiente

Nach dem Umbau und der Adaptierung des ehemaligen Dominikanerinnenklosters im Zentrum von Gleisdorf stand nun für das Symposium eine Tagungsstätte zur Verfügung, die sowohl die räumlichen wie auch die infrastrukturellen Erfordernisse für eine derartige Veranstaltung bestens erfüllte.

 

*) Rosa Magdalena Stranzl Peter ist Mitarbeiterin der AEE INTEC in Gleisdorf; This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. [^]

Top of page