Erneuerbare Energien in der Entwicklungszusammenarbeit
Solare Trocknung
In tropischen und subtropischen Regionen tragen Früchte, die von den Kleinbauern
entweder für den Eigenverbrauch oder zum Verkauf auf den lokalen Märkten
produziert werden, zu einem beachtlichen Teil zur Nährstoffversorgung der
ländlichen Bevölkerung bei. Bei saisonaler Überproduktion treten
jedoch enorme Verluste auf, da die Bauern aufgrund der meist unzulänglichen
Produktqualität und dem Mangel an geeigneten Vermarktungs- und Verteilungsstrukturen
weder Zugang zu den Märkten in größeren Städten noch zum
internationalen Handel haben /1/. Als Alternative zur Frischvermarktung produzieren
die Kleinbauern Trockenfrüchte.
Solarer Tunneltrockner für Früchte, Gemüse und Gewürze
Von Werner Mühlbauer und Albert Esper*
Die Verbrauchernachfrage nach getrockneten Früchten, insbesondere als
Snackartikel, ist vor allem außerhalb der Erntesaison sehr groß.
Die Qualität der Trockenfrüchte bezüglich Farbe, Textur und Geschmack
entspricht jedoch kaum den Anforderungen der Konsumenten auf den kaufkräftigen
städtischen Märkten und besonders nicht denen des internationalen
Marktes.
Weiterhin sind die Trockenfrüchte meist mit Insekten und Mikroorganismen,
teilweise sogar mit hochtoxischen Mykotoxinen kontaminiert. Die Verbraucher
in den Industrieländern erwarten hygienisch einwandfreie Produkte ohne
chemische Konservierungsstoffe. Dieser Aspekt bedarf besonderer Beachtung im
Hinblick auf die angestrebte Ausweitung der Produktion von Trockenfrüchten
in Entwicklungsländern.
Die Traditionelle Sonnentrocknung ist verfahrensbedingt kein geeigneter Prozeß
zur Erzeugung qualitativ hochwertiger Trockenprodukte. Eine Verbesserung der
Produktqualtität, eine Verminderung der Verluste sowie eine nennenswerte
Reduzierung der Trocknungsdauer und des Arbeitszeitbedarfs kann nur durch die
Einführung von geeigneten Trocknungsverfahren realisiert werden.
Die in den Industrieländern zur Trocknung von Früchten eingesetzten
Warmlufttrockner können aufgrund der hohen Investitionskosten und des Bedarfs
an fossilen Energieträgern in Entwicklungsländern nur bei kommerziellen
Anlagen wirtschaftlich eingesetzt werden /2/. Der am Institut für Agrartechnik
in den Tropen und Subtropen der Universität Hohenheim entwickelte und in
Zusammenarbeit mit der Innotech Ingenieuersgesellschaft in Leonberg zur Serienreife
weiterentwickelte solare Tunneltrockner ist hingegen eine kostengünstige
Alternative zur Produktion qualitativ hochwertiger Produkte.
Abbildung 1: Aufbau des solaren Tunneltrockners. Etwa 500 dieser Trockner werden bereits in 35 Ländern für die Trocknung von landwirtschaftlichen Produkten eingesetzt.
Modularer Aufbau
Der solare Tunneltrockner besteht im wesentlichen aus einem Luftkollektor,
einem dahinter angeordneten Tunneltrockner, in dem das zu trocknende Gut in
dünner Schicht ausgebreitet und von der Trocknungsluft umströmt wird,
sowie mehreren Axialventilatoren (Abb. 1). Luftkollektor und Trockner sind 2
Meter breit bei einer Länge von jeweils 10 Meter. Kollektor und Trockner
werden auf einer Unterkonstruktion in Arbeitshöhe installiert, um das Be-
und Entladen des Trockners zu erleichtern.
Der Trockner ist modular aufgebaut, wodurch der Transport und der Aufbau wesentlich
vereinfacht werden. Der Boden des Tunneltrockners besteht aus Wärmedämmpaneelen,
die mit einem Nut und Federsystem sowie einem verzinkten Metallrahmen verbunden
sind. Luftkollektor und Trockner werden mit einer 0,2 mm starken UV-stabilisierten
PE-Folie überspannt, die mit einem Klemmprofil am Rahmen befestigt wird.
Zur effizienten Umwandlung der Solarstrahlung in Wärme ist der Boden des
Kollektors und Trockners mit schwarzem Solarlack gestrichen. Aufgrund der in
tropischen Ländern häufigen und heftigen Niederschläge wird die
Trocknungsanlage mit der Abdeckfolie dachförmig überspannt, wodurch
Überfluten oder Eindringen von Wasser verhindert wird. Die Luftansaugseite
der Ventilatoren und der Luftaustritt am Ende des Trockners sind mit einem feinmaschigen
Kunststoffgewebe überdeckt, so dass ein Eindringen von Insekten verhindert
wird. Zur Erleichterung des Befüllens und Entleerens des Trockners lässt
sich die Abdeckfolie mit einer Wickelwelle aufrollen /3/.
Um einen ganzjährigen Einsatz des Trockners auch während länger
andauernder Regenperioden zu ermöglichen, kann eine Zusatzheizung, bestehend
aus einer Expansionskammer und einem Gaslufterhitzer zwischen Kollektor und
Trockner eingebaut werden.
Abbildung 2: Auf Grund des äußerst geringen elektrischen Leistungsbedarfs, des solaren Tunneltockners kann die zum Antrieb der Ventilatoren notwendige Energie durch einen PV- Antrieb wirtschaftlich bereitgestellt werden.
In Regionen, in denen Elektrizität aus dem Netz verfügbar ist, werden
netzbetriebene Ventilatoren, eingesetzt, die einen konstanten Luftdurchsatz
erzeugen. Auf Grund des äußerst geringen elektrischen Leistungsbedarfs,
des solaren Tunneltockners kann die zum Antrieb der Ventilatoren notwendige
Energie in Gegenden ohne oder mit nur unzuverlässiger Elektrizifizierung
auch durch einen PV- Antrieb wirtschaftlich bereitgestellt werden.
Hierfür ist lediglich ein 50 W--p -Solarmodul erforderlich. Durch die Integration
des Solarmoduls in den Luftkollektor wird das Modul auf Umgebungstemperatur
abgekühlt und somit Leistungsverlust verhindert.
Versuche unter verschiedenen klimatischen Bedingungen
In Marokko und in Thailand wurde die solare Tunneltrocknungsanlage bei der
Trocknung von Aprikosen und Bananen unter ariden und humiden Bedingungen untersucht.
Die wesentlichen Versuchsergebnisse sind im folgenden kurz dargestellt.
Das Fassungsvermögen der Trocknungsanlage wird vor allem durch das zu trocknende
Produkt bestimmt. Bei Obst wie z. B. Aprikosen oder Mangofrüchten, die
meist in geschnittener Form getrocknet werden, liegt die Füllmenge bei
ca. 250 kg, bei Produkten wie z. B. Trauben oder Feigen mit einer hohen Belegdichte
von bis zu 25 kg/m2 kann bei der Trocknerfläche von 20 m2 ein Fassungsvermögen
von bis zu 500 kg erreicht werden. In Regionen mit hoher Einstrahlung, wie beispielsweise
in Marokko oder der Türkei, kann durch Verlängerung des Trockners
auf eine Länge von 30 m die Trocknerfläche auf 40 m2 vergrößert
werden, wodurch sich das Fassungsvermögen des solaren Tunneltrockners in
Vergleich zur Standardversion verdoppelt.
Untersuchungen sowohl an ariden als auch an humiden Standorten haben gezeigt,
dass ein Luftdurchsatz von 800 bis 1.000 m3 Luft ausreicht, um die Produkte
auf lagerfähigen Zustand zu trocknen, bevor Mikroorganismenwachstum bzw.
biochemische Reaktionen zu einer Qualitätsverminderung führen. Bei
diesem Luftdurchsatz stellt sich im Luftkollektor eine maximale Temperatur von
60 0 C ein, welches die optimale Temperatur für die Trocknung von Früchten
darstellt /5/.
Durch eine systematische Untersuchung von Gleichstrommotoren und Ventilatorlaufrädern
und durch eine Verminderung des Strömungswiderstandes in der Anlage konnte
der elektrische Leistungsbedarf von anfänglich 250 W bei ersten Prototypen
auf 20 W bei der serienreifen Trocknungsanlage reduziert werden.
Der Äußerst niedrige Leistungsbedarf ermöglicht den Einsatz
eines photovoltaischen Antriebssystems. Die hohen Kosten für den Solargenerator
und dessen Wirkungsgrad von lediglich 10 bis 12 % erfordern allerdings eine
sorgfältige Anpassung von Solargenerator und Ventilator. Da die Solarstrahlung
eine stark fluktuierende Energiequelle darstellt, muss insbesondere das Teillastverhalten
von Motor und Ventilatorlaufrad beachtet werden. Konventionelle PV- Antriebe
weisen einen maximalen Tageswirkungsgrad von 0,5 bis 1 % auf. Durch die systematische
Auswahl der Komponenten und eine sorgfältige Anpassung der Kennlinien an
die Anlagenkennlinie des solaren Tunneltrockners konnte ein Tageswirkungs-grad
von bis zu 4 % erreicht werden. Eine andere wichtige Vorbedingung für den
Einsatz von PV ist ein niedriges Startmoment des Ventilators. Konventionelle
Systeme starten erst bei Einstrahlungswerten zwischen 300 und 400 W/m2, während
bei dem optimierten System nur 120 W/m2 zum Anlaufen der Ventilatoren notwendig
sind. Da bei der überwiegenden Zahl der Trocknungsprodukte eine Belüftung
während der Nacht nicht erforderlich ist, kann der Gleichstrommotor des
Ventilators direkt an das PV-Modul angekoppelt werden.
Der Trocknungsprozess
Laborversuche haben gezeigt, dass die Trocknungsdauer und die Produktqualität
im wesentlichen von der Gutart und der Temperatur der Trocknungsluft beeinflusst
wird. Im Vergleich zur Temperatur ist der Einfluss von relativer Luftfeuchte
und Luftgeschwindigkeit von untergeordneter Bedeutung. Um die Leistungsfähigkeit
der Trocknungsanlage optimal zu nutzen, muss der Trockner bei der maximal zulässigen
Trocknungstemperatur des jeweiligen Produktes betrieben werden, bei der gerade
noch keine Qualitätsverminderung eintritt. Laborversuche haben gezeigt,
dass nahezu alle Früchte bei einer Temperatur von 60 0C ohne wesentliche
Beeinträchtigung der Produktqualität getrocknet werden können.
Höhere Temperaturen führen zu Bräunungsreaktionen und zu einer
Oberfächenverhärtung. Dies bedeutet, dass der Luftdurchsatz in dem
Solartrockner so hoch eingestellt werden muss, dass die zulässige Temperatur
auch bei maximaler Einstrahlung nicht überschritten wird. Am Anfang des
Trocknungsprozesses, wenn eine große Menge an Wasser verdunstet, nimmt
die Temperatur der Trocknungsluft im Tunneltrockner ab. In der Zweiten Phase
des Trocknungsprozesses ist der zusätzliche Wärmegewinn, der durch
die Absorption der Sonnenstrahlung am Trocknungsgut selbst entsteht, ausreichend,
um die Temperatur im Tunneltrockner nahezu konstant über der Länge
zu halten. Die Wärmeverluste, die durch das Verdunsten der Feuchtigkeit
entstehen, werden durch den zusätzlichen Wärmegewinn bei der Absorption
der Strahlung auf dem Trocknungsgut ausgeglichen, so dass eine nahezu gleichmäßige
Trocknung über der gesamten Trocknerlänge erreicht wird.
Beim Einsatz eines netzversorgten Ventilators ergibt sich aufgrund des konstanten
Luftdurchsatzes ein Temperaturprofil am Kollektorauslass, das dem Verlauf der
Globalstrahlung entspricht, da der Kollektor eine niedrige Wärmespeicherkapazität
aufweist. Dies bedeutet, dass am Morgen und am Spätnachmittag die Kollektoraustrittstemperatur
nur geringfügig höher als die Umgebungstemperatur liegt. Dies ist
allerdings nicht ausreichend, um den Trocknungsprozess zu beschleunigen. Die
Forderung nach einer nahezu konstanten Kollektoraustrittstemperatur kann wesentlich
besser mit einem photovoltaisch angetriebenen Ventilator erfüllt werden.
Die Temperatur der Trocknungsluft wird in diesem Fall automatisch auf eine bestimmte
maximale Temperatur eingestellt. Während Perioden geringer Einstrahlung
führt der sich einstellende niedrige Luftdurchsatz zu einer relativ großen
Temperaturerhöhung. Hohe Einstrahlungswerte verursachen dagegen einen hohen
Luftdurchsatz, der wiederum zu einem relativ niedrigen Temperaturanstieg führt.
Im Vergleich zur Sonnentrocknung führt die Erwärmung der Trocknungsluft
in dem Luftkollektor zu einer deutlich höheren Produkttemperatur, die wiederum
eine deutlich höhere Trocknungsrate bewirkt.
Der Vorteil der Solartrocknung gegenüber der traditionellen Sonnentrocknung
wird besonders in der letzten Phase des Trocknungsprozesses deutlich, in der
die Sonnentrocknung noch einige Tage benötigt, um auf den gewünschten
Feuchtegehalt zu trocknen, während die solare Trocknung den Vorgang beschleunigt.
Dadurch wird die Trocknungsdauer merklich vermindert.
Zahlreiche Untersuchungen mit verschiedenen Produkten haben gezeigt, dass im
allgemeinen die Trocknungsdauer durch die Solartrocknung auf die Hälfte
reduziert wird. Je nach zu trocknendem Produkt und der zur Verfügung stehenden
Einstrahlung beträgt die Trocknungsdauer zwischen einem und acht Tagen.
Vorteilhaft hinsichtlich der Lagerung ist die gleichmäßige Trocknung
in dem solaren Tunneltrockner. Eventuell noch vorhandene Feuchteunterschiede
können ausgeglichen werden, in dem die Produkte nach der Trocknung für
einige Tage in einem Behälter gelagert werden.
Hohe Qualität der Produkte
Während der Trocknung sind die Produkte vor Witterungseinflüssen, Insekten, Vögeln, Nagetieren und Staub geschützt. Insekten, die beim Befüllen des Trockners mit dem Trocknungsgut in die Anlage kommen, werden bei den während der Mittagszeit im Trockner herrschenden Temperaturen von ca. 60 0C abgetötet. Bei Bedarf können durch ein kurzzeitiges Abstellen des Luftstromes auch Temperaturen über 80 0C erreicht werden, die ausreichen, um pathogene Keime abzutöten. Die Versuche an ariden und humiden Standorten haben gezeigt, dass mit dem solaren Tunneltrockner hygienisch einwandfreie und qualitativ hochwertige Trockenprodukte hergestellt werden können, welche die internationalen Qualitätsstandards erfüllen.
Lokale Produktionsstätten
Der solare Tunneltrockner wird als Baukastensystem in Deutschland produziert
und zu Preisen von ca. € 4.000 angeboten. Bedingt durch den modularen Aufbau
kann der Trockner von zwei Arbeitskräften in einem Tag auf einer vorhandenen
Unterkonstruktion aufgebaut werden. In der Türkei, Sri Lanka und Thailand
wird der solare Tunneltrockner bereits lokal produziert, in Brasilien und Indonesien
befindet sich eine lokale Fertigung im Aufbau. Der solare Tunneltrockner wird
zu Preisen zwischen € 750 und € 1.500 in Sri Lanka und der Türkei
sowie für ungefähr € 2.250 in Thailand einschließlich der
Zusatzheizung gebaut. Wirtschaftlichkeitsberechnungen haben gezeigt, dass die
Amortisationszeit entsprechend den Investitionskosten, der jährlichen Auslastung,
den Witterungsbedingungen und der Preisdifferenzierung zwischen einem und fünf
Jahren liegt.
Der solare Tunneltrockner kann nur dann wirtschaftlich eingesetzt werden, wenn
der Bauer bzw. die Genossenschaft für eine bessere Qualität einen
höheren Preis erhält, oder wenn Abfallprodukte durch Trocknung in
ein vermarktungsfähiges Produkt verwandelt werden können. Eine weitere
Voraussetzung für eine erfolgreiche Markteinführung des solaren Tunneltrockners
ist die Produktion ausreichend großer Mengen gleicher Qualität, wie
sie von den Importeuren von Trockenfrüchten gefordert werden. Weitere Einschränkungen
ergeben sich bei der Trocknung lichtempfindlicher Produkte. Um Farbveränderungen
zu vermeiden, muss entweder der Trockner mit einem lichtundurchlässigen
Material abgedeckt werden, oder der Luftkollektor mit einem konventionellen
Horden- bzw. Satztrockner gekoppelt werden, der in einem Gebäude untergebracht
ist.
Abbildung 3: Um Farbveränderungen zu vermeiden, muss entweder der Trockner mit einem lichtundurchlässigen Material abgedeckt werden, oder man verwendet solare Horden- bzw. Satztrockner, wie dieses Beispiel aus Zimbabwe zeigt.
Weltweite Verbreitung
Die Verminderung der Nachernteverluste und die Verbesserung der Produktqualität
gehören zu den großen Herausforderungen der Zukunft. Die solare Trocknung
kann hierzu einen nicht zu unterschätzenden Beitrag leisten. Trotz erheblicher
Anstrengungen seitens Universitäten, Entwicklungshilfeorganisationen, Organisationen
der technischen Zusammenarbeit, Firmen sowie privaten Initiativen hat die solare
Trocknung weltweit immer noch nicht die Bedeutung erlangt, die ihr eigentlich
zukommen könnte und müßte, um das weltweite Problem der Ernährungssicherung
zu entschärfen.
Dies trifft selbst auf Länder mit einem ausreichenden Angebot an Sonnenenergie
und gleichzeitigem Mangel an fossilen Energieträgern zu. Gründe hierfür
sind darin zu sehen, dass es weltweit sehr wenig solare Trocknungsanlagen gibt,
die die Anforderungen der Nutzer hinsichtlich Trocknungskapazität und Wirtschaftlichkeit
erfüllen.
Untersuchungen mit den verschiedensten Produkten an Standorten mit den unterschiedlichsten
klimatischen Bedingungen haben gezeigt, dass der an der Universität Hohenheim
entwickelte solare Tunneltrockner technisch ausgereift sowie sehr gut an die
Bedürfnisse von Bauern und Genossenschaften angepasst ist. Etwa 500 solare
Tunneltrockner werden mittlerweile in 35 Ländern zur kommerziellen Produktion
von Trockenprodukten wie, Früchten, Gemüse, Gewürzen, Fleisch
und Fischen eingesetzt. Alleine in der Türkei wurden mit den dort mittlerweile
über 100 installierten solaren Tunneltrocknern mehr Trockenfrüchte
hergestellt, das mit allen anderen in Mitgliedsstaaten der EAU aufgestellten
Solartrocknern zusammen /8/.
Der solare Tunneltrockner hat des weiteren bei einem 1995 in Almeria durchgeführten
Trocknervergleichstest die beste Bewertung aller untersuchten Solartrockner
erhalten /9/.
Literatur
/1/ A. Esper. u. W. Mühlbauer: Solar tunnel drier for fruits: Plant Research
and Development, Bd. 44 (1996), S. 61-80.
/2/ W. Mühlbauer, A. Esper u. J. Müller: Solar energy in agriculture.
Tagungsband des ISES Solar World Kongresses, Bd. 8, Biomass, Agriculture, Wind,
Budapest (Ungarn), S. 13-27.
/3/ A. Esper: Solarer Tunneltrockner mit photovoltaischem Antriebssystem. Forschungsbericht
Agrartechnik des Arbeitskreises Forschung und Lehre der Max-Eyth- Gesellschaft
(MEG), Frankfurt, Nr. 264, 1995.
/4/ P. Schirmer, S. Janjai, A. Esper, R. Smitabhindu u. W. Mühlbauer: Experimental
investigation of the performance of the solar tunnel dryer for drying bananas.
Renewable Energy Bd. 7 (1996) Nr. 2, S 119-126.
/5/ FAO: Assessment collection of data on postharvest food-grain losses. Econ.
Social. Dev. Paper, 13, S. 1-70, 1980.
/6/ W. Eissen: Trocknung von Trauben mit Solarenergie Forschungsbericht Agrartechnik
des Arbeitskreises Forschung und Lehre der Max-Eyth-Gesellschaft (MEG), Frankfurt,
Nr. 85, 1984.
/7/ M. Häuser: Trocknung von Aprikosen mit Solarenergie. Forschungsbericht
Agrartechnik des Arbeitskreises Forschung und Lehre der Max-Eyth-Gesellschaft
(MEG), Frankfurt, Nr. 273, 1995.
/8/ Anonym: Solar drying of agricultural produce in Europe: Thermie programme
action no SE 22, European Commision, Directorate General for Energy, Brussels,
1996.
/9/ M. Grupp, H. Bergler, M. Owen-Jones u. G. Schröder: Comperative test
of solar dryers. Technology Demonstration Centre (TDC) Serial Report 2/95, Almeria
(Spanien), 1995.
*) Dr.-Ing. Werner
Mühlbauer ist Professor am Institut
für Agrartechnik in den Tropen und Subtropen
Dr. Albert Esper ist
wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Agrartechnik in den Tropen
und Subtropen der Universität Hohenheim, Deutschland
Weitere Informationen: http://www.uni-hohenheim.de
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