Photovoltaik
Betriebsergebnisse und Projekte
Weltweit einmalig ist Gleisdorfs "Straße der Solarenergie".
Auf einer Rundstrecke von zirka 3,5 Kilometer durch das Stadtgebiet können
80 Solarobjekte besichtigt werden. Die Idee und das Konzept stammen von Walter
Schiefer. Diese Straße wurde im Auftrag der Stadtgemeinde Gleisdorf,
mit Unterstützung des Landes Steiermark errichtet und es wird die Sonnenenergienutzung
nicht nur rein technisch, sondern in einer sehr anschaulichen Form gezeigt.
Gleisdorfs "Straße der Solarenergie"
Die Solarenergie wird in den Bereichen Werbung, Verkehr, Licht, Kommunikation genutzt und zum ersten Male wird die Photovoltaik in einem größeren Umfange im Werbebereich eingesetzt. Alle Solarobjekte werden ausschließlich mit Sonnenstrom betrieben. Auf den einzelnen Plätzen stehen verschiedene Solarleuchten, Solarstelen aus Glas für die Objektbeschreibung und Solarwegweiser (siehe Abbildung 1).
Abbildung 1: Die Solarstelen aus Glas für die Objektbeschreibung "Straße der Solarenergie" leuchten am Abend (Vorderansicht)
Abbildung 2: Fassaden-Sonnenkraftwerk am Betriebsgebäude der Feistritzwerke Steweag GmbH in Gleisdorf. Das Bürogebäude ist zu 100% mit Sonnenstrom versorgt.
Die "Straße der Solarenergie" beginnt am Bahnhof von Gleisdorf,
führt über die Gartengasse und die Flurgasse zum Klostergebäude.
Vorbei am Rathaus und Heimatmuseum geht der 3,5 Kilometer lange Rundweg über
die Sonnenhauptschule bis zur Niedrigenergiehaussiedlung "Sundays".
Der Weg führt zurück ins Zentrum zum Solarbaum und Solarbrunnen. Die
Straße der Solarenergie mündet letztendlich in der Gartengasse beim
Alternativenergiepark der Feistritzwerke Steweag.
"Solar und Verkehr" ist das Motto des Bahnhofplatzes. Hier wird der
Zusammenhang zwischen Sonnenenergie, Information, Kunst und Verkehr an einem
Infostand mit einem Solardach, Radservice, Infoterminal, Solartankstelle für
Elektrofahrzeuge und mit dem Kunstwerk "SolarRad" gezeigt.
In diesem Bereich der Musikschule und des Stadtparks ist der Zusammenhang zwischen
solarer Energie und Kunst dargestellt. Ein kunstvoll gestaltetes Solarklavier
mit Photovoltaikanlage ist am Musikschulgebäude montiert. An dem dort
stehenden Infoterminal kann man die Musik hören, die das Klavier spielt.
Es steht auch ein Heliostat dort, das ist ein großer Spiegel, der das
Sonnenlicht immer auf die Photovoltaikanlage lenkt. Überragt wird der Platz
von einer solaren Straßenleuchte, bei der die Photovoltaikmodule die Form
einer Sonnenblume bilden.
"Solarenergie und Architektur" kann man an der Stadthalle bewundern.
Nicht allein die kontrastreiche Architektur (Stahl-Glaskonstruktion als Zubau
am alten Denkmal geschützten Klostergebäude) ist hier beeindruckend,
sondern auch die Energieversorgung des Gebäudes. Hightec Energieanlagen
mit Luft- und Erdkollektoren sind zuständig für die Heizung, Kühlung
und Lüftung des Stadtsaales. Photovoltaikanlagen am Dach und als Beschattungselemente
versorgen das Gebäude mit Sonnenstrom.
Das Highlight dieses Platzes und der Straße der Solarenergie ist die Photovoltaik-Sonnenuhr
(siehe auch Titelbild dieses Artikels, Anm.). Sie wird mit Sonnenstrom betrieben
und zeigt zwischen 6 und 18.00 Uhr die Zeit an. An vier Bildschirmen in der
Anzeigetafel kann man in der Nacht die Zeit ablesen. Auf diesen Monitoren werden
während des Tages immer wieder Impressionen mit Musikuntermalung gezeigt,
Besucher erhalten hier auch Veranstaltungshinweise.
Solarcafe, Solarpizza, solargekühlte Getränke bekommt man im ersten
österreichischen Solarcafe in Wünschendorf / Gleisdorf. Der Strom
dafür kommt von einer Photovoltaikanlage, die auf der Südfassade des
Cafehauses montiert ist. Einem breiten Publikum wird somit "kulinarisch"
die umweltfreundliche Stromerzeugung mit der Sonne nähergebracht.
*) Ing. Walter Schiefer ist Prokurist bie den Feistritzwerken Steweag GmbH in Gleisdorf, www.feistritzwerke.at [^]