Windenergie zwischen Euphorie und Widerstand
Editorial
Ende des Jahres 2003 waren in Österreich Windkraftanlagen
mit 415 MW installierter Nennleistung am Netz. In einem durchschnittlichen Jahr
können damit 830 Millionen kWh Strom erzeugt und so ca. 609.700 Tonnen
CO2 eingespart werden.
Windkraftanlagen werden allerdings nicht nur positiv als ein weithin sichtbares
Symbol für die umweltfreundliche Erzeugung von Strom gesehen. Zunehmend
treten Bürger und Gemeinden in Österreich aus optischen und aus Naturschutzgründen
gegen die Errichtung von Windkraftanlagen auf.
Die wirklich mächtigen Gegner sitzen jedoch woanders: Große Energieversorger
sehen es nicht gerne, wenn die Menschen von ihnen unabhängig werden.
Die Politik trägt das ihre bei: Durch den neuen Entwurf zum Ökostromgesetz
gerät die Windkraft in eine deutlich verschlechterte Position. Obwohl aus
einer Umfrage hervorgeht, dass die große Mehrheit der Österreicher
den verstärkten Ausbau von Windkraft befürwortet, werden die neuen
gesetzlichen Rahmenbedingungen de facto das Gegenteil bewirken.
Mit sonnigen Grüßen
Irene Bergmann