Nachhaltige Energieversorgung - Neue Wege in der Entwicklungszusammenarbeit
Editorial
Mehrere Trends führen zu einer Neuausrichtung des weltweiten
Energiemarktes. Im Zentrum des Wandels stehen die Liberalisierung der Strom-
und Gasmärkte, die zunehmende Bedeutung der Klimapolitik sowie die wachsende
Energienachfrage in den sogenannten "Emerging Economies" wie China
und Indien.
Für viele Entwicklungsländer aber, deren Energieversorgung sehr oft
auf traditioneller Nutzung von Biomasse und auf importierten fossilen Energieträgern
aufgebaut ist, scheinen diese Trends keine positiven Auswirkungen zu haben.
Die Maßnahmen zur Klimapolitik gehen an den Entwicklungsländern zumeist
vorbei und die Verdoppelung der Erdölpreise auf 50 US-$ pro Barrel innerhalb
eines Jahres verschärfen nur die erdrückende Schuldenlast.
Wie soll aber die Entwicklung eines Landes voranschreiten, wenn sie u. a. vom
Zugang zu Energie abhängig ist - Energie zum Kochen, zum Heizen, für
die Fortbewegung, zur Kommunikation, Energie für das Überleben. Ganz
besonders betroffen davon sind in Entwicklungsländern arme Menschen, und
hier noch stärker die Frauen und Kinder, die einen großen Teil ihrer
Zeit für das Sammeln von Feuerholz und das Kochen auf ineffizienten Herden
aufwenden müssen.
Welche Chancen die Nutzung erneuerbarer, lokal verfügbarer Energieressourcen
für Entwicklungsländer haben, versucht diese erneuerbare energie
zu umreißen.
Mit sonnigen Grüßen
Irene Bergmann