Bauen und Sanieren
AEE Projektinformationen und Service
Nachhaltige
Sanierungskonzepte für Einfamilienhaus-Siedlungen der Zwischen- und Nachkriegszeit
Projekt im Rahmen „Haus der Zukunft“.
Neue Standards für alte Häuser
Von Katharina Guschlbauer-Hronek und Doris Hammermüller*
In den wirtschaftlichen Krisenzeiten der Zwischen- und Nachkriegszeit entstanden
in Österreich zahlreiche Einfamilienhaussiedlungen. Alle Häuser einer
Siedlung entstanden nach einem einheitlichen Plan und unterlagen den Prinzipien
der Sparsamkeit.
Die kostengünstige Bauweise brachte es mit sich, dass die Häuser eine
schlechte Bausubstanz, hohe Energiekennzahlen, veraltete Installationen mit
hohen Energieverlusten und niedrige Räume mit geringem Lichteinfall aufweisen.
Anlässlich des zu erwartenden Generationenwechsels oder Verkaufs dieser
Objekte ist ein hohes Sanierungspotenzial zu erwarten. Beispiele von bereits
sanierten Siedlungshäusern zeigen, dass bei optimal aufeinander abgestimmten
Sanierungsmaßnahmen für diesen Gebäudetyp Einsparungen von bis
zu 77% des Heizenergieverbrauches möglich sind. [1].
Es wurde ein Leitfaden „Neue Standards für alte Häuser“
für Hausbesitzer und Gewerbe als Planungsgrundlage für die Sanierung
erstellt, in dem Umsetzungsvorschläge auf Basis konkreter Sanierungsprojekte
bis hin zu Kostenabschätzung zu finden sind. Damit soll aufgezeigt werden,
dass auch bei Siedlungshäusern der Nachkriegszeit eine energetisch und
ökologisch hochwertige Sanierung möglich ist.
Der Leitfaden ist unter http://www.hausderzukunft.at/publikationen.htm oder
unter http://www.aee.at/projekte/projektunterlagen/SANIERUNGSLEITFADEN_100.pdf
zu bestellen oder herunterladbar.
Literatur:
[1]: LADENER Heinz (Hrsg): Vom Altbau zum Niedrigenergiehaus – Energietechnische
Gebäudesanierung in der Praxis. Staufen 1998)
*) Mag. Katharina Guschlbauer-Hronek ist Mitarbeiterin, Doris Hammermüller ist Geschäftsführerin der AEE-Arbeitsgemeinschaft ERNEUERBARE ENERGIE NÖ-Wien, aee@aee.or.at, www.aee.at [^]