Bauen und Sanieren
Editorial
Eine geringere Nachfrage nach neu zu errichtenden Wohngebäuden in den letzten
Jahren, dramatisch steigende Energiepreise und der künftig im Rahmen der
EU-Gebäuderichtlinie erforderliche Energieausweis machen es deutlich:
Die umfassende energetische Sanierung des Gebäudebestandes - im Fachjargon
bereits besser bekannt unter dem Begriff „energetische Modernisierung“
- ist eine notwendige und sinnvolle Investition in die Zukunft. Wohl kaum eine
andere Branche bietet in diesem Maße Synergieeffekte hinsichtlich „Potenzial
als Wirtschaftsfaktor“ und „Potenzial zur Energieeinsparung“.
Dieser Umstand zeichnet die hochwertige energetische Gebäudemodernisierung
als Paradebeispiel für bestmögliche regionale Wertschöpfung aus.
Vereinzelte Bemühungen zur Einführung von hochwertigen energetischen
Modernisierungen sind sowohl innerhalb der EU als auch in Österreich zu
erkennen. Zur breiten Umsetzung bedarf es hier aber einer ausgewogenen Mischung
aus neuen Instrumenten.
Gerade in Österreich werden hier hohe Erwartungen in die mit Jänner
2006 in Kraft getretene „Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG zwischen
dem Bund und den Ländern“ mit dem Fokus auf eine quantitative Verlagerung
von Wohnbauförderungsmittel vom Neubau in die Modernisierung, gesetzt.
Neben erforderlichen legislativen Rahmenbedingungen bedarf es aber auch entsprechender
Begleitprogramme zur Information und Motivation von Entscheidungsträgern,
wie aktuell auf nationaler und regionaler Ebene gestartete Projekte deutlich
zeigen.
In dieser Ausgabe der erneuerbare energie werden sowohl angepasste Ansätze
zur verstärkten Umsetzung von energetischen Sanierungen in großvolumigen
Gebäuden vorgestellt, als auch nationale und internationale Beispiele gelungener
Modernisierungen präsentiert.
Wie unterschiedlich manche Ansätze auch sein mögen, wie so oft ist
auch hier ein kreativer Mix die Basis für die Erreichung ambitionierter
(Modernisierungs-) Ziele.
Mit sonnigen Grüßen,
Christian Fink, Ernst Blümel und Irene Bergmann