Photovoltaik im Aufschwung

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Der Photovoltaikmarkt in Österreich ist in den letzten Jahren aufgrund der Deckelung der Einspeisevergütung von 6,5 MWp im Jahr 2003 auf gerade einmal 2,9 MWp im Jahr 2005 eingebrochen. Mit der Ökostromgesetz-Novelle 2006 gibt es ab Oktober 2006 nun wieder die Möglichkeit über den bisherigen 15-MW-Plafond hinaus PV-Anlagen mit einem Einspeisetarif zu fördern. Dass jetzt aber 50% des Einspeisetarifs von jenem Bundesland zu tragen ist, in dem die Anlage betrieben wird, ist neu und behindert aus derzeitiger Sicht noch die breite Umsetzung. Sind doch bis Ende November erst in einige Ländern Durchführungsrichtlinien veröffentlicht und dabei wurden wieder Deckelungen zwischen 30 kWp (Salzburg) und 400 kWp (Kärnten) eingezogen. Bedenkt man, dass latu Aufteilung des Einspeisetarifvolumens für die Photovoltaik bis zu 7 MWp zur Verfügung stünden, haben hier die Bundesländer gerade einmal 25% des Fördervolumens des Bundes "abholbar" gemacht. Nachdem aus dem Ökostromzuschlag, der von den Stromkunden gezahlt wird, ja auch die Länder Finanzmittel erhalten, wäre eine ausreichende Bedeckung der Kofinanzierung des Einspeisetarifs durchaus sinnvoll.
Erfreulich ist die Entwicklung der Photovoltaik in Industrie und Gewerbe, wo der Folienhersteller Isovolta und der Wechselrichterproduzent Fronius ihre Positionen am Weltmarkt festigen bzw. sogar ausbauen konnten.
Neu ist, dass insgesamt fünf österreichische Modulhersteller und etwa ein Dutzend Vertriebsfirmen inzwischen nicht nur den Inlandsmarkt bedienen, sondern vor allem auf dem deutschen Markt recht erfolgreich tätig sind. Motor ist hier sicher die attraktive Einspeisevergütungen und dazu haben wir in dieser Ausgabe von erneuerbare energie einen Schwerpunkt gesetzt.

Mit sonnigen Grüßen,
Ewald Selvicka