Hochwertige Sanierung von Gebäuden
Service
In
Anbetracht des global wachsenden Energiebedarfs, der steigenden Klimaproblematik
und der wachsenden Risken bezüglich einer sicheren Energieversorgung steht
unser Energiesystem vor einschneidenden Veränderungen. Die langfristige
Sicherung der Energieversorgung ist eine zentrale Zukunftsfrage.
Energieforschung für eine sichere und zukunftsorientierte Energieversorgung
Fotoquellen:
Projektfabrik Waldhör KEG
GREENoneTEC Fassadenkollektoren
Auch in der aktuellen Regierungserklärung wurde der Energiefrage ein hoher Stellenwert eingeräumt und die Finanzierung von Maßnahmen zur Steigerung des Anteils erneuerbarer Energieträger und Erhöhung der Energieeffizienz festgelegt. Der Forschung und Technologieentwicklung fällt hierbei entscheidende Bedeutung zu.
Strategieprozess ENERGIE 2050
Um die Frage der langfristigen Energieentwicklung zu thematisieren und entsprechende Strategien zu entwickeln, wurde im Jahr 2004 der Strategieprozess „ENERGIE 2050“ gestartet. Dieser setzt sich zum Ziel, die zukünftigen Energieentwicklungen aus einer langfristigen Perspektive zu beurteilen und Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte zu identifizieren.
Themenfeldern und Schlüsselfragen
Zahlreiche ExpertenInnen aus Industrie und Wissenschaft haben sich an der
Erarbeitung von zukünftigen Energieforschungsschwerpunkten beteiligt. Workshops
und Fachveranstaltungen sowie die Auswertung internationaler Programm- und Strategiepapiere
ergänzten die Vorbereitungsarbeiten. Ausgehend von den österreichischen
Stärkefeldern und den Zielsetzungen des Programms wurden sechs technologische
Themenfelder identifiziert und Schlüsselfragen ausgearbeitet:
Darüber hinaus ist das Themenfeld „Foresight und strategische Querschnittsfragen“ für gesellschaftliche Fragestellungen vorgesehen, indem auch langfristige Entwicklungen im Bereich Energie und Klima untersucht und volkswirtschaftliche Kosten behandelt werden. Das Innovationsfeld „Energie und Verkehr“ wird im Rahmen komplementärer Verkehrsforschungsprogramme behandelt und ist daher hier nicht genannt.
Abbildung
1:
Grafik: Projektfabrik Waldhör KEG
Ausrichtung des neuen Energieforschungsprogramm
Das Energieforschungsprogramm soll durch grundlegende Forschungsarbeiten,
kooperative Technologieentwicklungen und Begleitmaßnahmen Innovationen
einleiten bzw. unterstützen, die maßgeblich zur Klimaentlastung,
zur Entwicklung eines nachhaltigen Energiesystems und zur Erhöhung der
Wettbewerbsfähigkeit beitragen können.
Betrachtet wird das gesamte Energiesystem vom Primärenergieträger
bis zur Energiedienstleistung. Damit sind nachfrageseitige Betrachtungen und
die Integrierbarkeit von Technologien und Lösungen in das Gesamtsystem
wichtige Gesichtspunkte. Der besondere Fokus des Programms liegt auf Energieeffizienz,
erneuerbaren Energieträgern und intelligenten Energiesystemen.
Abbildung
2:
Foto: Joanneum Research
Start der ersten Ausschreibung: Juni 2007
Im Juni dieses Jahres ist der Start des Programms mit einer ersten Ausschreibung vorgesehen (Einreichschluss September 2007). Eine gemeinsame Trägerschaft von Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit ist ins Auge gefasst. Der aktuelle Stand der Vorbereitungsarbeiten sowie Details zu den Themenfeldern kann unter www.e2050.at verfolgt werden.
*) Dipl.-Ing. Michael Paula leitet die Abteilung für Energie- und Umwelttechnologien im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, michael.paula@bmvit.gv.at, www.NachhaltigWirtschaften.at, www.hausderzukunft.at [^]