Hochwertige Sanierung von Gebäuden
Editorial
Bei der Gebäudesanierung geht es um mehr, als um die einfache
Aufbringung eines Vollwärmeschutzes. Eine hochwertige energetische Sanierung
senkt den Heizenergiebedarf, verbessert die Luftqualität im Gebäude
(z. B. durch eine kontrollierte Be- und Entlüftung), vermindert den Wasserbedarf
(z. B. durch Grauwasser- und Regenwassernutzung), vermindert den Stromverbrauch
des Gebäudes (z. B. durch Einsatz energiesparender Beleuchtung), verbessert
den Lärmschutz, leistet einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz (z.
B. Umstellung auf Erneuerbare Energieträger) und verbessert damit letztlich
die Wohnqualität und die Zufriedenheit der Bewohner. Zusätzlich erfährt
das Gebäude eine nachhaltige Wertsteigerung.
Trotz dieser überzeugenden Argumente liegt die aktuelle jährliche
Sanierungsrate des Gebäudebestands in Österreich bei nur etwa 1%.
In den Klimaschutzstrategien Österreichs spielt der Gebäudebestand
aber zu Recht eine zentrale Rolle. Daher soll diese Rate in den nächsten
fünf Jahren verdreichfacht werden; mittelfristig soll sie sogar auf 5%
gesteigert werden. Eckpfeiler zur Erreichung dieser Ziele sind eine rasche Umsetzung
der Artikel 15a-Vereinbarung in allen Bundesländern (mit schwerpunktmäßiger
Berücksichtigung der thermisch-energetischen Sanierung) und regionale und
bundesweite Impulsprogramme (z. B. "ökosan -Die Modernisierungsinitiative
Oststeiermark" oder das klima:aktiv
Programm wohnmodern). Weitere Punkte sind die rasche Umsetzung des Energieausweises
aber auch die Forcierung alternativer Finanzierungsmodelle oder Anpassungen
im Wohnrecht. Dazu ergänzend ist der Erfahrungsaustausch mit Fachleuten
aus dem Bereich der Sanierung ein wesentlicher Faktor. Aus diesem Grund organisieren
die AEE INTEC und die Stadtgemeinde Weiz vom 10. bis 12. Oktober 2007 zum 2.
Mal die internationale Tagung "ökosan 07" in der oststeirischen
Stadt Weiz. Schwerpunkt der Tagung ist die Sanierung von großvolumigen
Gebäuden. Hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Forschung beteiligen
sich an der Lösungsfindung dieses spannenden Themas.
Mit sonnigen Grüßen
Irene Bergmann