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Nachhaltige Gebäude

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Editorial

Die EU will bis zum Jahr 2020 den Anteil der Erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch von 8,5% auf 20% erhöhen und zugleich die CO2-Emissionen um 20% senken. Österreich, das sich bisher so gerne als "das Umweltmusterland" dargestellt hat, soll seinen Anteil an Erneuerbaren Energien auf 34% erhöhen. Im Regierungsübereinkommen der alten Bundesregierung wurde sogar das ambitionierte Ziel von 45% festgeschrieben.
Und jetzt ist plötzlich alles anders. Nun scheint nicht einmal mehr das deutlich unter dem Regierungsziel liegende EU-Ziel erreichbar. Österreich ist am besten Weg vom Vorreiter zum Nachhinker zu werden. Aber wir sind in bester Gesellschaft - mehrere Mitgliedsstaaten wollen Ausnahmeregelungen: Sei es wegen der angeschlagenen Autoindustrie in Deutschland, sei es wegen des Betriebs der Kohlekraftwerke in Polen. Doch wenn jeder eine Ausnahme will, ist dann nicht die Vorschrift an sich absurd?
Ein Ansatz, den CO2-Ausstoß zu verringern, ist die Senkung des Energieverbrauchs. In Österreich (wie in ganz Europa) werden etwa 50% des Energieverbrauchs für das Heizen und Kühlen benötigt, wobei wiederum etwa die Hälfte auf die Haushalte entfällt. Der größte Teil davon wird von Gebäuden benötigt, die vor 1985 errichtet wurden. Daher ist die Senkung des Heizenergieverbrauchs dieses Gebäudebestands durch hochwertige energetische Sanierung ein wesentlicher Schritt um die Klimaziele zu erreichen. Wird ein Gebäude aus Kostengründen nur mit den "allernotwendigsten" Maßnahmen wie Fenstertausch und minimalem Vollwärmeschutz saniert, ist diese Chance für eine umfassende hochwertige Modernisierung für die nächsten 20 bis 25 Jahre vertan. Daher widmet sich diese Ausgabe der Zeitschrift erneuerbare energie dem Thema Sanierung und Modernisierung von Gebäuden. Auch innovative neue Ansätze im Bereich Passivhaus und solares Bauen werden anhand von umgesetzten Beispielen und neuen Projekten präsentiert.
Die AEE wünscht Ihnen eine anregende Lektüre und ein erfolgreiches Jahr 2009.

Mit sonnigen Grüßen
Irene Bergmann