Solarthermie
Abbildung
1: Gesamthydraulik
Bedarfsgerechtes Heizen kennzeichnet bei Bälz eine neue Ära zeitgemäßer Heizungstechnik. Dezentrale Vierwegeinjektionsventile, hydraulische Stabilität und erhöhte Energieeffizienz zeichnen dieses zeitgemäße Heizungssystem aus.
Energieeffizientes Heizen für individuellen Heizkomfort
Die moderne Technologie in Heizsystemen von Bälz ermöglicht individuell
dosierbare Wärme für jeden einzelnen Raum. Spezielle dezentrale Vierwegeinjektionsventile
basierend auf der Strahlpumpe Jetomat® nach dem Verfahren Bälz-hydrodynamic®
sind direkt an Verbraucher wie Fußboden- oder Radiatorenheizung angeschlossen
z.B. in Seniorenheimen, Krankenhäusern oder Mehrfamilienhäusern. Also
weg von der Angebotsheizung, die mehr anbietet als nötig ist, hin zum bedarfsgerechten
Heizen. Dabei ist die Gesamthydraulik sehr einfach aufgebaut (Abbildung
1). Die Energiebereitstellung (EB) übernimmt z.B. ein Brennwertkessel,
die Energieverteilung (EV) eine zentrale drehzahlabhängige Umwälzpumpe,
und die Energieabgabe (EA) regeln Vierwegeinjektionsventile bedarfsabhängig
(Abbildung 2).
Einzelne Bedienungsgeräte direkt vor Ort regeln die jeweils gewünschte
Temperatur. So wird eine schnelle bedarfsgerechte Aufheizung, eine automatische
Heizungsunterbrechung z.B. durch einen Kontakt bei Fensteröffnung und eine
optimale Programmierung der Heizzeiten erreicht. Die Vorlauftemperaturen lassen
sich dem aktuellen Bedarf anpassen. Falls keine Elektrik verlegt werden soll
oder kann, ist auch eine manuelle Einstellung über ein Thermostatventil
möglich. Ein Energiemanagement kann die zentrale Überwachung und Optimierung
der Anlage übernehmen.
Die Bionik, also die Lehre von der Umsetzung von Naturgegebenheiten in innovative
Technik, sieht das menschliche Herz als mengenvariabel angepasste Pumpe. Auch
die periphere Blutversorgung ist mengenvariabel. Das Gesamtsystem der Blutversorgung
beim Menschen entspricht dem der beschriebenen Heizungstechnik – mit jeweils
nur einer Pumpe!
Die zentrale Hauptpumpe passt sich der Gesamtwärmelast mengenvariabel an.
Jede Heizfläche wird, ebenfalls mengenvariabel, präzise mit der gerade
benötigten Wassermenge für ein optimales Wohlbehagen versorgt. Die
Beimischung direkt am Verbraucher (EA) ist ein entscheidender Vorteil. Die Temperaturverteilung
über die Heizfläche ist gleichmäßiger, ein Pluspunkt für
die Behaglichkeit. Weiterhin regelt die Beimischschaltung über die Vierwegeinjektionsventile
Differenzdruckschwankungen im Versorgungssystem aus. Daher können die üblichen
Differenzdruckregler weitgehend eingespart werden. Die Inbetriebnahme und der
hydraulische Abgleich vereinfachen sich.
Abbildung 2: Vierwegeinjektionsventil am Energieabnehmer
Die Anlage ist sowohl durch ihre geringe Schmutzempfindlichkeit als auch durch
den Verzicht auf Sekundärpumpen und deren Steuerung, Verkabelung und Datenpunkte,
insgesamt funktionssicher, was zu einer erhöhten Verfügbarkeit führt.
Das Anlagenkonzept zeichnet sich besonders dadurch aus, dass eine unwirtschaftliche,
störanfällige und Geräusch verursachende elektrische Pumpenansammlung
vermieden wird. Zu einer Umwälzpumpeninflation, von großen bis ganz
kleinen Pumpen, wie sie leider oftmals angetroffen wird, kommt es mit dieser
Technik nicht.
Eine gesteigerte Nachhaltigkeit zeichnet das Bälz-System ebenfalls aus.
So liegen die Investitionskosten erheblich unter denen der bisher propagierten
und installierten Systeme. Strom- und Wartungskosten reduzieren sich gleichzeitig
spürbar. Der reduzierte Stromverbrauch verringert den CO2-Ausstoß
entsprechend deutlich.
*) Prof. Dr. Uwe Bälz ist Ingenieur bei W. Bälz & Sohn GmbH & Co in Heilbronn; E-Mail: baelz@baelz.de [^]