Projektvorstellungen und Service
Leitprojekt:
e80^3-Gebäude
„Sanierungskonzepte zum Plus-Energiehaus mit vorgefertigten aktiven Dach- und Fassadenelementen, integrierter Haustechnik und Netzintegration“. Dieses "Haus der Zukunft Plus"-Leitprojekt verfolgt das Ziel der hocheffizienten Sanierung von bestehenden Gebäuden und Siedlungen im urbanen Raum. Zentraler Fokus sind Gebäude, die zwischen 1950 und 1980 errichtet wurden.
Eine hochwertige Sanierung zum Plus-Energiehaus
ist nur durch ein integratives Sanierungs- und Energiekonzept möglich.
Durch die Sanierung der Außenhülle mit Passivhauskomponenten und
einer gleichzeitigen Integration von energieerzeugenden Aktivelementen –
thermischen Kollektoren, PV – und einer Netzintegration für Strom
und Wärme als Speicher- und Verteilfunktion ist ein Plus-Energiegebäude
in der Sanierung möglich.
Bei der Technologie und Komponentenentwicklung von Prototypen für vorgefertigte
Fassadenelemente und Ver- und Entsorgungssysteme werden besonders die hochbautechnischen
und bauphysikalischen Aspekte betrachtet und in die Überlegungen miteinbezogen.
Aufbauend auf bereits realisierte innovative „Haus der Zukunft-Projekte“
sollen diese Leit- bzw. Leuchtturmprojekte weiterentwickelt, optimiert, perfektioniert
und somit von der Einzelfertigung zur Serienfertigung übergeleitet werden.
Durch die Weiterentwicklung von vorgefertigten Fassaden- und Dachgrundmodulen,
sowie außen liegenden, neuartigen Haustechnikmodulen für bis zu 4-geschossige
Gebäude wird es zukünftig möglich sein, sämtliche Gebäude
dieser Epochen hochwertig und gleichzeitig wirtschaftlich zu sanieren. Die Fassaden-
und Dachgrundmodule beinhalten einerseits traditionelle hinterlüftete Konstruktionen
und andererseits energieerzeugende Aktivelemente ("Plus" Energieerzeuger)
wie Solarkollektoren und PV-Anlagen. Somit kann die Anzahl und Anordnung jeweils
auf die gegebene Situation (Null-Energie oder Plus-Energie) abgestimmt und optimiert
werden.
Die Gebäudehülle als aktives und nicht nur als passives Element, als
Energiewandler (Gebäude 2020 als Energieerzeuger) erfüllt mehr Funktionen
als nur die Trennung des Außenraumes vom Innenraum mit mehr oder weniger
Dämmstärken. Es gibt noch zu wenig Ansätze und wirtschaftlich
umgesetzte Beispiele vorgefertigter Fassaden- und Dachelemente. Die Umsetzung
systematischer mit integrierter Leitungsführung außerhalb der ursprünglichen
Fassade in Kombination mit der neuen Gebäudehüllfläche würde
eine Innovation für den Markt bedeuten. Die Integration von bereits bestehenden
und geplanten Netzen als Speicher und Verteiler erlaubt es zukünftig Plusenergiehäuser
im Gebäudeverband in der Sanierung zu realisieren.
Auftraggeber
BMVIT Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Programmlinie „Haus der Zukunft plus“
Projektpartner
Projektleitung:
AEE INTEC (DI. Dr. Karl Höfler, k.hoefler@aee.at)